Moderne Theorien des Politischen begreifen ihren Gegenstandsbereich als in sich geschlossen, als sich selbst genügend. Sowohl der Begriff der politischer Autonomie wie auch der Begriff staatlicher Souveränität suggerieren, dass politische Ordnungen in nichts anderem gründen als in sich selbst. Doch diese Auffassung wird von der Dynamik politischer Rhetorik und Argumentation ständig infrage gestellt. Sie greifen immer wieder über die Ränder der bestehenden Ordnung hinaus. Sei es, um diese Ordnung zu reformieren oder zu revolutionieren. Sei es, um sie als ewig unabänderlich zu behaupten. Alles politische Reden ist bestrebt, dem politischen Handeln Ziel und Richtung zu geben. Per definitionem gibt sich Politik nie damit zufrieden, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen.

Veranstaltungsort:  Schmitthenner-Haus, Heiliggeiststraße 17, 69117 Heidelberg.
Die Tagung wird unter Einhaltung der 2G Regel stattfinden. Daher ist eine Anmeldung aus Platz- und Hygienegründen zwingend erforderlich. Bitte wenden Sie sich an: Rasmus.Wittekind[at]uni-bonn.de
Die Teilnahme ist kostenlos.
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